Gheshm – Kish´s große, unbekannte Schwester

An welche Traumdestinationen denkt ihr, wenn ihr an den warmen, sonnigen persischen Golf denkt?

Dubai, Abu Dhabi, die Iran-Kenner vielleicht auch noch Kish? Klar all diese Orte sind sicherlich eine Reise wert.

Aber es wird Zeit, dass ihr Gheshm kennenlernt. Selbst unter Iranern ist sie längst nicht so beliebt wie die kleinere Insel Kish.

Noch … 

Photo by Saba Sayad on Unsplash

Gheshm, in der englischen Schreibweise oftmals auch Qeshm, ist die größte Insel des persischen Golfes und somit auch die größte des Irans. 

Der arabische Name der Insel, „al gazira at tawila“, bedeutet übersetzt „lange Insel“. Das ist durchaus wortwörtlich zu nehmen. Gheshm ist ganze 136km lang, wie auch auf dem Satellitenbild zu erkennen ist.

Gheshm hat über 110 000 Einwohner, jedoch nicht die luxuriösen Hotels und Shopping-Malls, wie sie auf Kish beispielsweise zu finden sind.

Dennoch besitzt die Insel ihren ganz eigenen Charme, der nur darauf wartet, von euch entdeckt zu werden.

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Gheshm bietet zunächst einmal selbstverständlich Sonne satt und jede Menge traumhafte Strände. Aber das würdet ihr natürlich genauso auch auf Kish oder Hormuz finden.

Das Besondere an Gheshm ist vielmehr die einzigartige Natur. Das Landesinnere erinnert nämlich vielmehr an eine Landschaft auf dem Mond.

Golden und Bronze schimmernde Böden, Felsformationen wie aus einem Star Wars Film und Canyons, die sich auch mit den Pendants in Nordamerika oder Australien messen können.

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Gheshm war einst Teil des portugiesischen Herrschaftsbereichs, weshalb auch heute noch dessen Spuren auf der Insel zu finden sind.

So sind beispielsweise die Überreste des portugiesischen Schlosses eine Sehenswürdigkeit der Insel. 

Ebenso sind der Chakouh-Canyon und das berühmte Tal der Sterne zu nennen.

Vor allem letzteres ist eine Reise wert. Hierfür wird aufgrund der Schönheit auch noch ein eigener Artikel folgen. Doch eines sei bereits gesagt:

Lasst euch das Tal der Sterne auf gar keinen Fall bei Sonnenuntergang und bei Nacht entgehen. Bei, im wahrsten Sinne des Wortes, sternenklarem Himmel und auch nachts noch kuschelig, warmen Temperaturen, erlebt ihr eine Atmosphäre, die so sonst nirgendwo zu finden ist.

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Doch es sieht nur auf dem ersten Blick so aus, als ob Gheshm eine vertrocknete Felsenisel ist. 

Die fruchtbare Seite Gheshms ist vor allem außerhalb zu finden. Vor den Küsten könnt ihr tatsächlich Delphine beobachten. 

Bei einer Bootsfahrt auf das Meer der Straße von Hormuz könnt ihr sehen, wie die Meeressäuger pfeilschnell aus dem Wasser springen.

An den Stränden gibt es die Möglichkeit Meeresschildkröten zu beobachten, welche, anders als die Delphine, in aller Seelenruhe ihren Weg zurück in das warme Meer finden.

Für Naturfreunde dürfte jedoch vor allem das Mangrovengebiet zwischen der Nordseite der Insel und dem iranischen Festland interessant sein.

Azurblaues Wasser, grüne Mangrovenwälder und eine tolle Tierwelt erwarten euch hier.

Falls ihr immer noch nicht genug habt, bietet sich auch ein Tagesausflug zur Insel Naz an. Hier könnt ihr bei Ebbe sogar zu Fuß hinlaufen.

Auf der südlich von Gheshm gelegenen kleinen Insel könnt ihr u.a. Austern begutachten oder Flamingos dabei zusehen, wie sie hintereinander am Strand spazieren gehen.

Konnten wir euch für eine Reise auf die 136km lange Insel Gheshm begeistern, dann freut uns das sehr!

Aber vor allem werdet ihr euch freuen, wenn ihr zum ersten Mal einen Fuß auf die wunderschöne Insel in der Straße von Hormuz gesetzt habt.

Gheshm ist völlig zu Unrecht im Schatten von Kish versteckt. Die Frage, die sich allen von uns stellt:

Wie lange noch?

Khosh begzare (viel Spaß) auf Irans größter und schönster Insel!

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